
An so genannte Demotapes werden heute höchste Ansprüche gestellt. Denn ein Veranstalter hört aus einem schlecht produziertes Demotape kaum die Stärken einer Band heraus. Auf ein Demotape gehören die drei besten Songs. Diese müssen so gut wie möglich arrangiert, gespielt und aufgenommen sein.
Schon in dieser Phase könnte es sich lohnen, eine aussenstehende Person (Produzent) hinzuzuziehen, um optimale Resultate zu erzielen. Mit einem künstlerischer Produzenten bietet sich der Vorteil, eine neutrale, erfahrene Person in die Entscheidungen einzubeziehen. Die ausgewählten Songs werden mit dem Produzenten bis ins Detail ausgearbeitet. Damit weiss jedes Bandmitglied genau, was er im Tonstudio zu tun hat und übt seine Parts bis zur Perfektion ein. Infos über die Wahl eines Produzenten etc. gibt es hier.
Bevor Band und Produzent ins Studio gehen, gibt es folgende drei Punkte festzulegen:
Diskussionen über Songs, Arrangement der Instrumente etc. sollten unbedingt vor dem Studio klar sein. Ansonsten geht zu viel Zeit verloren und das kostet.
Eine grobe, realistische Zeiteinteilung des Studioaufenthaltes ist wichtig. Tipps:
Eine genaue Budgetplanung verhindert, dass die Kosten den Rahmen sprengen. Folgendes gehört unter anderem ins Budget:
PDF Budgetkontrolle
Repräsentive Aufnahmen sind für ein Muss für eine Band, sei es nun für die Band-Homepage, MySpace, last.fm & Co. oder um sich beim Veranstalter für ein Konzert zu bewerben.
Für eine junge Band, die zum ersten Mal in einem Tonstudio aufnimmt, sind die Arbeitsweise und Atmosphäre eines Tonstudios sehr ungewohnt. Auch das Spielen mit einem Kopfhörer auf dem Kopf verunsichert manchen Musiker. Es ist deshalb sehr wichtig, ein Tonstudio auszuwählen, indem man sich wohl fühlt.
Je nach Grösse und Ausstattung des Tonstudios sowie nach Vorliebe der Band werden verschiedene Techniken zum Aufnehmen eines Songs angewendet.
Manche Bands richten ihr Equipment so ein, dass jeder Song direkt live aufgenommen werden kann. Sie machen bei Fehlern keine Neueinstiege. Sie spielen den Song wieder von vorne, bis er gemeinsam eingespielt ist.
Bei der häufigste Arbeitsweise spielt zuerst die ganze Band den Song ein. Definitiv behalten wird davon der Rhythmus-Teil der Band (Bass, Drums, ev. Rhythmusgitarre). Alle anderen Instrumente sowie Gesang dienen als Pilotspuren und werden nachträglich neu aufgenommen. Auch Overdubs wie Gitarren- oder Keyboardeinwürfe, Chorpassagen und Solis werden nachträglich eingespielt.
Tipp: Eine Band sollte versuchen, mit möglichst wenigen Rhythmus-Overdubs aus zu kommen, um den Live-Charakter beizubehalten.
Läuft alles optimal, wird nach dem Aufnehmen ein Rough-Mix erstellt. Dann legt man am besten eine mehrtägige Pause ein. Das gibt die nötige Distanz, die Ohren können «gelüftet» werden. Beim Endmix setzen Toningenieur und Produzent ihre Kreativität voll ein und verpassen dem Sound ihre persönliche (Sound-) Note.