Medien & Promotion

Wer eine Musikkarriere oder mehr Öffentlichkeit anstrebt, seine CDs verkaufen möchte, muss sich mit den Massenmedien auskennen und wissen wie man sich selbst vermarktet.

Mit Medien sind Massenmedien gemeint. Durch technische Vervielfältigung verbreiten sie Inhalte mittels Schrift, Bild oder Ton an eine unbestimmte (weder eindeutig festgelegte, noch quantitativ begrenzte) Vielzahl von Menschen. Die Inhalte werden somit öffentlich an ein anonymes, räumlich verstreutes Publikum weitergeben.

Bei den klassischen Massenmedien wird zwischen Printmedien (Zeitungen, Zeitschriften) und elektronischen Medien (Radio, TV und Internet) unterscheidet. (Quelle: Wikipedia.de)

Passende Medien auswählen

Grundsätzlich ist es wichtig, sich in die Rolle des jeweiligen Mediums, respektive Journalisten zu versetzen. Dazu gehört eine kleine Vorrecherche. 

Damit klärt man ab, ob man überhaupt beim richtigen Medium anklopft.  Schlechte Beispiele: Eine Zeitschrift für Popmusik bringt kaum Beiträge über eine Gothik-Band, das «Bieler Tagblatt» wird weniger über eine unbekannte Band aus Winterthur berichten. Wenn es passt, sollte man sich nach dem richtigen Ressort und den zuständigen Redaktor erkundigen.

Man sollte sich unter anderem Fragen:

  • Worüber berichtet das Medium? (über die Region XY, Mode, Musik, welches Musikgenre...)
  • Was ist seine Funktion? (reine Information, Unterhaltung...)
  • Was ist seine Zielgruppe? (Bevölkerung von XY, junge Menschen, Musikfans...)
  • Welcher Redaktor, welches Ressort ist für mein Anliegen zuständig?

Persönlicher Kontakt pflegen

Die goldene Regel:

Der persönliche Kontakt, sprich ein Telefonanruf, ist mehr wert als 1000 E-Mails.

Am besten spricht man direkt mit den Journalisten der entsprechenden Ressorts. Ziel ist ein gutes Verhältnis zum zuständigen Redaktor aufzubauen. Dafür sollte man freundlich, respektvoll und ehrlich zu sein. Auch ein bisschen Charme kann helfen, Arschkriechen wird jedoch kaum geschätzt.

Weiter gilt: 

Absagen sind ein Grund sich zu verbessern und es im passenden Moment wieder zu versuchen.

Will man erfolgreich sein, ist Hartnäckigkeit gefragt. Aber auch viel Feingefühl für den richtigen Moment. Ein bisschen nerven ist zwar ok, wer penetrant wird, kommt wahrscheinlich auf die schwarze Liste.

Professionell informieren

Je besser und professioneller man vorbereitet ist, desto höher ist die Chance in der Publikation zu landen. Das heisst bevor man anklopft, muss ein sauberes, aktuelles Pressekit vorliegen (siehe «Bandbiografie»).

Zudem sollte man den Journalisten nach den Gepflogenheiten der Redaktion fragen, zum Beispiel:

  • Wie lange ist der Vorlauf der Redaktion? Redaktionsschluss?
  • Was für Material und Informationen braucht der Redaktor?
  • Welches Dateiformat ist gewünscht?

Interesse wecken, gute Geschichten bieten

Ein Journalist braucht eine Geschichte und einen so genannten «Aufhänger», um über ein Thema zu berichten. Je spannender, einzigartiger und interessanter die Geschichte ist, um so grösser ist die Chance in die Presse zu kommen. Auch hier hängt das Prädikat «Gute Geschichte» vom Medium und dessen Zielpublikum ab. Eine lokale Zeitung berichtet zum Beispiel vor allem über Ereignisse oder Personen aus der Umgebung.

Aktuell und laufend informieren

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Aktualität. Sie sollte möglichst hoch sein. Aktuell ist beispielsweise, wenn ein Album in den nächsten Tagen veröffentlicht wird. Das ist ein Grund für eine Zeitung kurz davor oder am selben Tag darüber zu berichten. Interessante und wichtige Neuigkeiten sollten deshalb den Redaktionen schnell mitgeteilt werden, oder der Veröffentlichung gezielt eingeplant werden.

Folgegeschichten erzeugen

Folgegeschichten sind ein Weg um immer wieder in die Presse zu kommen. Zum Beispiel schlägt man vor, neben den Konzertdaten eine Konzertvorschau mit Bandportrait abzudrucken. Weiter lädt man den Redaktor auf das Konzert ein (Gästeliste), damit er eine Konzertkritik schreiben kann. Man sollte sich immer überlegen, was für eine zusätzliche Geschichte man noch bieten könnte, gute Ideen sind gefragt.

Wo beginnen? Lokale Medien & Co.

Wer mit der Medienarbeit beginnt und als Band noch unbekannt ist, fängt am besten in nächster Umgebung an. Da kann man mit den meisten Fans, eventuell guten Kontakten und der grössten medialen Unterstützung rechnen. Lokale und regionale Zeitungen berichten über das Geschehen und die Menschen aus der Umgebung. Und deshalb ist es leichter, über diese Medien bekannt zu werden. Oft  verweisen sie erstmals auf eine neue Band und deren Konzerte.

Lokal, regional, national

Natürlich ist es auch möglich bei nationalen Medien direkt zu landen. Das ist jedoch die Ausnahme. Der Weg zu überregionaler Berichterstattung führt meist über eine grosse Fangemeinde in der Umgebung und Unterstützung lokaler Presse sowie Radiostationen. Damit steigt die Chance von grossen Sendern wahrgenommen zu werden. 

Musikzeitschriften und andere Publikationen

Ein weiterer Anknüpfungspunkt sind Musikzeitschriften und alle anderen Publikationen, die auf Musik in irgendeiner Form eingehen. Auch ein «Migros Magazin», «20 Minuten« oder eine «Annabelle» berichten regelmässig über Musiker oder stellen neue CDs vor. Es empfiehlt sich jedoch zuerst bei kleineren Publikationen, zum Beispiel Jugendbeilagen, anzufragen, da bei diesen oft die Chance grösser ist.