Interview

Sobald eine Band mit ihrer Musik an die Öffentlichkeit will und eine Karriere anstrebt, ist Promotionsarbeit angesagt (siehe «Promotion»). Dann heisst es zum Beispiel bei Presse und elektronischen Medien für ein Interview anzuklopfen.

Der Weg zum Interview

Der Weg zu einem Interview-Termin kann lange und mühsam sein oder ganz leicht. Die Chance auf ein Interview erhöht sich unter anderem mit

  • guten persönlichen Kontakten
  • einem so genannten «Aufhänger», einer guten Geschichte

Weitere Tipps und Informationen gibt es in der Rubrik «Medien & Promotion» unter «Medienarbeit von A-Z».

Vorbereitung ist wichtig

Sobald es zu einer Interview-Zusage kommt, sollte man die zuständige Person direkt anrufen. Man knüpft bereits eine persönliche Bindung, indem man das Interview vorbespricht und einen Termin ausmachen. Ein erfolgreicher Anruf dient als gute Basis für ein entspanntes und erfolgreiches Gespräch.

  • Zeitpunkt und Dauer des Interviews vereinbaren
  • Passender Treffpunkt ausmachen (ruhig, gemütlich etc.)
  • Abklären wer von der Band da sein soll
  • Fragen in welchem Kontext das Interview geführt wird, in welchem Rahmen es erscheinen soll
  • Sich vor dem Interview überlegen, was man erzählen möchte und was nicht
  • Falls man mehr als eine Person ist, bandintern die Rollen festlegen: Wer spricht?
  • Informationsmaterial (Pressekit, CD etc.) genug früh vor dem Interview zustellen

Geeignete Person auswählen

Nicht jeder ist geeignet ein Interview zu geben. Eine Band sollte sich gut überlegen, wen sie dafür bestimmt. Mit einem Vertreter der Medien zu sprechen, erfordert viel Feingefühl, gute Menschenkenntnis und einen Sinn für Diplomatie. Diese Person sollte ein gewinnendes Wesen haben.

Keine Interviews geben sollte, wer sich in endlose, unwichtige Aussagen verstrickt, nicht schlagfertig und publikumsscheu ist.

Sympathie wecken, guten Eindruck hinterlassen

Ziel eines Interviews ist die Sympathien der Menschen und vor allem des Interviewpartners zu gewinnen. Klar will man die neue CD und sich als Band verkaufen. Das alleine kommt allerdings platt und lieblos rüber. Es ist viel wichtiger einen guten Eindruck zu hinterlassen. Denn ein verärgerter Journalist oder Moderator wird nie mehr einen positiven Bericht schreiben, bzw. die neue CD im Radio spielen.

Das Interview

Eine gute geistige Einstellung vor dem Interview ist sehr wichtig. Für einen erfolgreichen Verlauf spricht eine positive, gute sowie entspannte Einstellung auf den Gesprächspartner. Auch anständige Kleidung, in der man sich wohl fühlt, zollt von Respekt seines Gegenübers. Wer einen schlechten, unsympathischen Eindruck hinterlässt, wird es schwer haben, jemals wieder ein Termin zu bekommen.

Folgendes unterstützt einen positiven Verlauf des Interviews:

  • Überpünktlich sein
  • Freundliche Begrüssung, Namen des Journalisten kennen
  • Fragen - wenn möglich - nicht nur mit «Ja» oder «Nein» beantworten
  • Kooperativ sein, dem Journalisten Material zum Schreiben liefern
  • Keine ausufernden Antworten, nicht vom Thema abkommen
  • Zeit für Antworten nehmen, sich nicht hetzen lassen
  • Offen, ehrlich und authenisch sein (das heisst nicht alles ausplaudern!)
  • Bei unangenehmen oder zu privaten Fragen freundlich bleiben und klar kommunizieren, dass man darauf nicht antworten möchte
  • Freundliche Verabschiedung, fragen wann der Beitrag erscheinen soll

Es kann natürlich vorkommen, dass trotz aller Freundlichkeit der Interviewpartner schlechte Stimmung verbreitet oder sehr reserviert bleibt. Dann heisst ruhig Nerven bewahren. Das heisst trotz allem freundlich und bestimmt bleiben, sich professionell verhalten und nicht von den Launen seines Gegenübers anstecken lassen. Oft kann man dadurch auch das Blatt wenden, jeder hat mal einen schlechten Tag.

Nach dem Interview

Grundsätzlich gilt: Nach dem Interview ist vor dem Interview. Deshalb ruft nach erscheinen des Artikels, respektive der Sendung den Redaktor an. Man bedankt sich für das Interview und sagt was gefallen hat und bringt allenfalls Anregungen an (positiv bleiben). Vielleicht kann man sogar einen weiteren Bericht oder eine Idee vorschlagen. Auf jeden Fall sollte man ab dann den Kontakt zum Journalisten pflegen und ihn über interessante Neuigkeiten informieren.