
Promotion ist ein Bereich des Marketings (siehe auch «Marketing-Mix»). Die Musikpromotion umfasst alle Massnahmen um einen Künstler und seinen Tonträger bekannt zu machen, respektive zu verkaufen.
Promotionsmitarbeiter arbeiten entweder bei einer Plattenfirma/Label, einer unabhängigen Promotionsfirma oder als Selbständige, als so genannte «Freie Promoter».
Promoter...
Die verschiedenen Aktivitäten werden häufig mit Werbung und Public Relations abgestimmt.
Promotionarbeit wird in folgenden Bereichen geleistet:
Vor allem bei grossen Plattenfirmen gibt es für die Bereiche Print, Radio & TV sowie Online jeweils einen zuständigen Promotionsmitarbeiter. Vor allem die elektronischen Medien Radio, TV und Online werden oft einzeln bearbeitet oder sogar an externe Promotionsagenturen ausgelagert, da diese spezifische Anforderungen haben.
Die Radio-Promotion kümmert sich ausschliesslich um die öffentlichen und privaten Radiostationen. Die Promoter stellen regelmässig bei Radiosendern die neusten CDs und Bands vor.
Radio-Promoter versuchen den Redaktoren sowohl CD als auch Band schmackhaft zu machen, damit sie diese dem Zuhörer vorstellen. So wollen sie den Verkauf der CDs steigern.
Ein Radio-Promoter hat die gleichen Aufgaben wie jeder andere Promotor (siehe oben). Hier zählt ein gutes, persönliches Verhältnis zu Redaktoren und Moderatoren von öffentlichen und privaten Radiosendern besonders.
Für Radio-Promoter sind nicht alle Sender und Sendungen gleich wichtig. Die Grösse des Sendegebiets, die Zuhörer und das Thema einer Sendung spielen eine wichtige Rolle.
Eine der wichtigsten Einnahmequelle der Musikindustrie droht zu versiegen. Der Verkauf von CDs in den Plattenläden ging in den letzten Jahren stark zurück. Diese Umsatzeinbrüche konnten von den legalen Download-Angeboten bislang nicht aufgefangen werden. Bands und Künstler müssen sich deshalb zunehmend bemühen, um mit der Musik Geld verdienen zu können.
Daher wird eine Personengruppe künftig noch wichtiger: Die Fans. Nur wer eine loyale Fanbasis hat und diese pflegt, kann seine Musik überhaupt noch verkaufen. Auch andere Einnahmequellen wie Konzerte, Merchandising und Weiterverwertung der Musik sprudeln nur dann, wenn ausreichend Fans vorhanden sind. Zudem haben sich die Ansprüche des Publikums heute gewandelt. In Zeiten der sogenannten sozialen Medien wie Facebook, Myspace, YouTube etc. fordern die Fans von den Künstlern Kommunikation und Interaktion. Deshalb kommt heute kaum noch ein Künstler ohne eigene Webseite, MySpace-Profil oder Blog aus. Gerade für unbekanntere Künstler bietet das Internet eine ideale Vermarktungsplattform.
Online Promotion umfasst die verschiedensten Massnahmen zur Bekanntmachung eines Künstlers und seiner Musik. Dazu zählen unter anderem:
Alle diese Massnahmen kann der Künstler selbst übernehmen oder durch spezialisierte Promotionsagentur wie Lautstark ausführen lassen. Doch mit dem Erstellen einer Webseite oder dem Anlegen eines MySpace-Profils ist es nicht getan. Wer das Internet effektiv für Promo und Marketing nutzen will, muss vor allem eines erreichen: Präsenz.
Soziale Medien sind nicht bloss Vertriebskanäle für Pressemitteilungen. Sie schaffen vielmehr direkte, ungefilterte Dialogmöglichkeiten mit bestehenden Fans und potentiell Interessierten. Damit die Online-Aktivitäten von Erfolg gekrönt sind, müssen ein paar Dinge beachtet werden:
Die folgenden zehn Punkte sind die Grundlage für eine erfolgreiche Online Promotion:
Grundsätzlich gilt: Je besser die Interaktivität geplant und auf den verschiedenen Online-Kanälen realisiert wird, je besser die Angebote untereinander vernetzt sind und je mehr der Künstler den Dialog mit seinen Fans sucht desto mehr Aufmerksamkeit und letztlich Verkaufserfolge kann er erwarten.
Der Text über Online Promotion stammt von ©Frank Lenggenhager, Lautstark Music GmbH, www.lautstark.ch
Text Online Promotion als [PDF]
Im Zusammenhang mit dem Internet wird virales Marketing sehr hoch gehandelt. Es könnte die moderne Mundpropoganda genannt werden. Im Gegensatz dazu wird virales Marketing für persönliche Interessen genutzt. Bei dieser Marketingform nutzt man soziale Netzwerke und Medien um auf sich und sein Produkt aufmerksam zu machen. «Viral» nennt man es, da sich die Nachricht innert kürzester Zeit epidemisch verbreiten soll. Dies geht im Internet, zum Beispiel durch Blogs und Foren, besonders einfach und ist vor allem meist gratis.
Für Bands und Musiker heisst dies unter anderem die Fan-Community zu pflegen, damit sie wächst. Sie sollten die Fans regelmässig informieren, eine Beziehung zu ihnen aufbauen und pflegen.
Unter den Bereich Werbung fällt das Vorstellen eines neuen Produktes, sei es eine Band oder CD. Das kann durch Inserate in Fachzeitschriften, Musik- und Stadtzeitschriften sowie der Tagespresse geschehen. Weitere Mittel sind Newsletter, Radio und Fernsehen, Bus- und Grosswandwerbung sowie Plakatierung.
Mit Public Relations (PR) ist die Öffentlichkeitsarbeit gemeint. Sie hat zum Ziel in der Öffentlichkeit eine Beziehung, ein möglichst positives Image, zu einem Unternehmen, in diesem Fall zu einer Band her zu stellen. Marketing hingegen dient zur direkten Verkaufsförderung eines Produkts.
Eine Band betreibt Öffentlichkeitsarbeit indem sie die Medien mit den aktuellen Informationen über Auftritte, Autogrammstunden, Personalwechsel, Konzerte sowie mit speziellen Aktionen versorgt. Da dies meist mit der Promotion einher geht, dienen die Aktivitäten im weitesten Sinn auch der Verkaufsförderung.
Gimmicks oder auch Give-Aways genannt, sind Werbegeschenke, mit denen man auf ein Produkt aufmerksam macht. Die Band «Gun» verschickte zum Beispiel ihr erstes Demoband als Revolver verpackt. Allerdings sollte man sich besonders bei ausgefallenen Gimmicks immer gut überlegen, wer der Empfänger ist.