
Ihr habt in Solothurn nicht nur den Jurypreis abgeräumt, auch das Publikum gab seine Stimme eurem Clip. Geht’s jetzt dick in die Ferien oder seid ihr schon am nächsten Projekt dran?
Also Jonas ist ja bereits in den Ferien. Deshalb konnte er leider auch den Preis nicht persönlich entgegennehmen. Er ist schon vor einer Weile mit der Kamera in der Tasche Richtung Indien losgereist. Mal schauen was er so alles nach Hause bringt.
Zur Zeit sind wir noch am Abschluss eines Imagefilms, welchen wir für die SWISS produzieren konnten. Und dann gibt es diesen Frühling wieder ein neues Rusconi-Album. Der Sound ist einfach genial und wir freuen uns mit ihnen einen nächsten Clip zu drehen.
Was waren die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen von “One up down left right”?
Wir waren ungefähr über 2 Monate hinweg mit dem Clip beschäftigt. Da alle von uns einen mehr oder weniger festen Job haben, waren es vor allem Abende und Wochenende an denen wir den Film planten und alles organisierten. Drehtage waren es 3. Die Kosten die durch Material, Miete, Transport usw. entstanden wurden vom Rusconi-Trio und vespas.ch übernommen.
Wie entstand die Zusammenarbeit mit der Band Rusconi? Oder anders gefragt; was muss eine Band/einen Künstler mitbringen, damit ihr für sie einen Clip dreht?
Natürlich ist die Musik entscheidend. Es gibt keine Regeln wie sie sein sollte oder wie nicht, aber wenn man ein Lied hört, inspiriert es einen mehr oder halt weniger, dazu eine Geschichte zu visualisieren.
Bei elektronischer bzw. intrumentaler Musik ist die Freiheit der Bilder meist grösser, was wohl auch der Grund ist, weshalb unsere bisherigen Clips meist für Lieder ohne viel Sprachgesang waren. Zudem ist es vorteilhaft, wenn keine festgefahrenen Vorstellungen existieren, wie der Clip ausschauen sollte und es der Band oder dem Künstler nicht das Wichtigste ist, seine Person in den Vordergrund zu stellen.
Wie seht ihr die Entwicklung der Music-Clips in der Schweiz in den letzten Jahren?
Es ist schwierig, einen Music-Clip zu finanzieren, da das Budget dafür meist sehr klein ist. Aber vielleicht gerade deshalb wird mit sehr viel Herzblut an solchen Videos gearbeitet, was man auch dieses Jahr in Solothurn wieder sehen konnte. Die Qualität steigt, und solche Plattformen wie Sounds & Stories an den Solothurner Filmtagen tragen auch ihren Teil dazu bei.
Zum Schluss ein kurzer Ausblick: Was steht bei Zweihundfilm im 2010 auf dem Programm?
Mindestens ein "Offener Kühlschrank". Nach jedem beendetem Projekt findet dieser im Hause zweihund statt.
www.zweihund.com
Der Gewinnerclip auf Youtube